Im Derby ohne Chance!

von Michael Holstein

Kein Durchkommen für TuS-Angreifer Christopher Seitz


Leider war die Spannung schon relativ früh raus aus dem heiß ersehnten Pfalz-Derby zwischen dem TuS 04 KL-Dansenberg und der TSG Haßloch! Das lag zum einen daran, dass beim TuS praktisch die gesamte Mannschaft nahezu über die gesamte Spielzeit unter ihren Möglichkeiten blieb, zum anderen an einem Gegner, der perfekt eingestellt und bis in die Haarspitzen motiviert, dieses Derby unbedingt für sich entscheiden wollte. Das Team von TSG-Trainer Tobias Job legte einen Blitzstart hin und führte binnen zwei Minuten mit 3:0. Nach dem 6:1 (11. Minute) musste TuS-Coach Marco Sliwa bereits zum ersten Mal die grüne Karte zücken, um seine Jungs wachzurütteln. Diese Maßnahme fruchtete zunächst auch. Innerhalb von fünf Minuten verkürzte der TuS auf 5:7. Die Abwehr stand jetzt besser und beim Stand von 7:9 und eigener Überzahl war die Chance da, aufzuschließen, wurde aber nicht genutzt. Stattdessen legte die TSG bis zum Halbzeitpfiff einen Zwischenspurt hin und erhöhte auf 13:8. Garant für diesen Zwischenstand war Gästetorhüter Daniel Schlingmann, der die TuS-Angreifer serienweise zur Verzweiflung brachte. Und wurde er doch überwunden, war da immer noch das Torgebälk, das mehrfach TuS-Treffer verhinderte. Das nennt man wohl „das Glück des Tüchtigen“!

Luca Munzinger sucht seinen Kreisläufer "Theo"


Nach dem Seitenwechsel keimte beim TuS nach dem Gegentreffer zum 8:14 mit zwei schnellen Toren durch Max Labroue und Luca Munzinger kurz Hoffnung auf (10:14, 34.), aber dann schlug die Stunde von Florian Kern auf Haßlocher Seite. Im Alleingang erhöhte er bis zur 40. Spielminute auf 18:10, nur wenig später betrug der Abstand bereits zehn Tore (21:11, 43.). Angefeuert von den ca. 80 mitgereisten Fans, spielte die TSG die restlichen Minuten im Stile einer Klassemannschaft herunter, blieb in der Abwehr konzentriert und traf im Angriff weiterhin hochprozentig. TuS-Trainer Sliwa versuchte zwischenzeitlich alles, um den Abstand zu verkürzen, brachte den siebten Feldspieler, aber es half alles nichts. Zur schlechten Tagesform, kam auch noch Pech dazu. Sowohl Pfosten und Latte waren den Gästen weiterhin wohlgesonnen, aber auch Abpraller nach einem Fehlversuch landeten in schöner Regelmäßigkeit wieder in Haßlocher Hand und wurden beim zweiten Anlauf versenkt. Unter dem Strich ist der Derby-Sieg absolut verdient, fällt mit 30:19 zwar ein paar Tore zu hoch aus, aber an diesem Tag geht der Glückwunsch in die Vorderpfalz!

In der anschließenden Pressekonferenz hätten die Gemütslagen der beiden Trainer nicht unterschiedlicher sein können. Gästecoach Tobias Job war stolz auf die Leistung seiner Mannschaft und bescheinigte ihr, den Matchplan über 60 Minuten nahezu perfekt umgesetzt zu haben. Dagegen war Marco Sliwa extrem enttäuscht, dass seine Mannschaft gerade in diesem so sehnsüchtig erwarteten Derby ihr Potenzial nicht abrufen konnte, bedankte sich dennoch für die großartige Unterstützung der TuS-Fans in der mit 500 Zuschauern fast ausverkauften Layenberger Sporthalle.

TuS 04 KL-Dansenberg
Markus Seitz, Tim Hottgenroth (im Tor), Maximilian Labroue (1), Tim Beutler, Steffen Kiefer (2), Theodoros Megalooikonomou (1), Christopher Seitz (3), Niklas Jung (1), Alexander Schulze (3), Luca Munzinger (5), Florian Lammering, Jan Claussen (2), Christopher Klee (4), Robin von Lauppert. – Trainer: Marco Sliwa.

TSG Haßloch
Daniel Schlingmann (1), Malte Röpcke (im Tor), Elvijs Borodovskis (2), Florian Kern (4), Ales Muhovec (4), Tim Schmieder (1), Tim Freitag (2), Kevin Seelos, Andreas Zellmer, Dennis Gregori, Stefan Job (6), Dominic Hartstern, Oliver Zeller (4), Dennis Götz (6/3). – Trainer: Tobias Job.

Schiedsrichter: Yannik Brandt (HSG Ostfildern )/ Hendrik Fleisch (TV Nellingen)
Zuschauer: 500
Siebenmeter: 1/2 : 3/4
Zeitstrafen: 2 : 2
Der Spielfilm: 0:3, 1:6, 7:9, 8:13 (Halbzeit), 10:14, 11:21, 15:26, 19:30 (Ende)

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