Ab in den Süden

von Patrick Setzpfandt

 

Geschrieben von Karsten Kalbheim

Hinter dem TuS Dansenberg liegt die erfolgreichste Saison der jüngeren Vereinsgeschichte. Der Meister der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar schrammte nur haarscharf am Gewinn des Doubles vorbei und tritt in Zukunft in der Dritten Bundesliga Süd an.
Am Montag nimmt die Mannschaft von Trainer Marco Sliwa die Saisonvorbereitung auf. Mit dabei sind dann auch die drei Neuzugänge Christopher Klee, Jan Claussen (beide TV Hochdorf) und Tim Hottgenroth (Bayer Dormagen). Gesucht wird noch ein torgefährlicher Kreisläufer. „Wir befinden uns in sehr guten Gesprächen, unterschrieben ist aber noch nichts“, erläutert Teammanager Alexander Schmitt.Bis auf den griechischen Nationalspieler Xaris Mallios, der ein Angebot zu reduzierten Bezügen in Verbindung mit einem Arbeitsplatz abgelehnt hat, konnten sämtliche Leistungsträger gehalten werden. „Wir verfügen über eine homogene Mannschaft mit einer guten Mischung aus jungen erfahrenen Kräften. Wenn jeder für den anderen rennt und kämpft, können wir jeden Gegner schlagen.

Für viele Spieler ist mit dem Aufstieg ein Traum in Erfüllung gegangen, das kann noch mal Kräfte freisetzen“, hofft Schmitt bei dem ein oder anderen Akteur noch auf einen Leistungsschub. Das Saisonziel lautet, so früh wie möglich den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen. Mit Klee und Claussen standen zwei Neuzugänge schon frühzeitig fest. Die zwei gestandenen Drittligaspieler sind nach Tim Beutler, Nick Beutler und Max Labroue die Spieler fünf und sechs bei den Schwarz-Weißen mit einer TV-Vergangenheit. Auch Trainer Sliwa stand vor seinem Engagement beim TuS in Hochdorf unter Vertrag.

Seit Mitte Juni steht fest, dass Dansenberg in der Süd-Staffel antreten wird. Damit bleiben der Mannschaft die vielen langen Anfahrtsstrecken erspart, die bei einer möglichen Einteilung in die West-Staffel gedroht hätten. Die weiteste Auswärtsfahrt hat es dennoch in sich. Sie führt das Team von Kapitän Christopher Seitz ins rund 370 Kilometer entfernte Fürstenfeldbruck.

„Wir sind sehr froh über die Einteilung und freuen uns schon jetzt auf die Derbys gegen Haßloch und Hochdorf“, schwärmt Lauterns Teammanager. Außerdem stehen viele Spiele gegen Teams aus Nordbaden und der Kurpfalz auf dem Programm, wie zum Beispiel gegen die SG Kronau-Östringen II oder die SG Nußloch. Das erste Pflichtspiel steht am 26. August zuhause gegen den HC Oppenweiler/Backnang an.

Um dem gestiegenen Zuschauerinteresse Rechnung zu tragen, hat der TuS in der Sommerpause eine neue Stehplatztribüne installiert. Ab der kommenden Saison wird die vereinseigene Sporthalle dann bis zu 700 Zuschauern Platz bieten. Das Geld für den Bau wurde unter anderem durch eine so genannte Crowdfunding-Aktion eingespielt, an der sich auch viele Privatpersonen beteiligt haben.

„Viele Sponsoren haben ihr Engagement nach dem Aufstieg ausgeweitet. Dafür sind wir sehr dankbar“, betont Schmitt, der mit der Krombacher Brauerei einen weiteren Partner gewinnen konnte.

Mit der Verpflichtung von Hottgenroth ist dem TuS ein echter Coup gelungen. Der 19-jährige Torhüter errang mit der A-Jugend von Bayer Dormagen 2016 die Meisterschaft in der Bundesliga West und holte mit Deutschland im gleichen Jahr die Bronzemedaille bei der U18-Europameisterschaft. In Kaiserslautern wird der 19-Jährige eine Ausbildung zum Industriekaufmann absolvieren.

Quelle
Ausgabe         Die Rheinpfalz - Pfälzische Volkszeitung - Nr. 142
Datum         Donnerstag, den 22. Juni 2017
Seite         21

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